Montag, 29. Oktober 2012

Rezi "Percy Jackson - Der Fluch des Titanen" Rick Riordan

Titel: Percy Jackson – Der Fluch des Titanen
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendabenteuer
ISBN: 9783551311139
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 01.02.2010
Reihe: 3/5


4 von 5 Sternen
*Inhalt:*3.Teil der Percy Jackson Reihe (bitte vorher Teil 1 und Teil 2 lesen)
Die Titanen rüsten auf. Bei einem Einsatz wird Anabeth von den Bösen gekidnappt. Percy, Grover und einige andere machen sich auf die Suche nach ihr und nebenbei auch noch nach der Göttin Artemis. Sollte ihre Suche ohne Erfolg sein, werden die Götter wahrscheinlich in den Krieg ziehen.

*Meinung:*
Cover/Illustrationen 5/5 –
Das Cover ist wie schon bei Teil 1 und 2 einfach unbeschreiblich schön. Der Einband fühlt sich samtig an, die Farben sind extrem gut aufeinander abgestimmt und die Zeichnungen sehen sehr gut aus. Die Innenseiten des Einbandes sind hellblau und passen hervorragend zum Cover. Ein Lesebändchen gibt es leider nicht.

Aufmachung.* 5/5 – Für ein Jugendbuch sind die Kapitel genau richtig abgemessen. Die Schrift ist sehr groß und somit liest sich das Buch sehr leicht und schnell, auch für Wenigleser oder Anfänger.

Grundidee 5/5 – Dieses Teil hat mir gut gefallen, kam aber an den Vorgängerband nicht heran. Es gibt wieder viel Action und witzige Dialoge. Ich persönlich mag den SEHR lockeren, humorvollen Umgang mit der griechischen Götterwelt ganz gern. Der Humor ist allerdings sehr auf Kinder ausgelegt und stellenweise kommt es einem doch sehr übertrieben vor. Vielleicht gefällt das aber gerade der Zielgruppe, zu der ich schon eine ganze Weile nicht mehr gehöre. Ich kann mir vorstellen, dass Leute die sich ernsthaft mit der Thematik Mythologie beschäftigen etwas geschockt sein könnten. Da dies der dritte Teil der Reihe ist und man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, wird der Leser aber schon wissen auf was er sich einlässt.

Glaubwürdigkeit 3/5 – Dieses Buch ist ein typisches Jugendbuch für die jüngere Generation (ab 12). Es gibt keine tiefgründigen Entscheidungen oder sie werden nicht als solche ausgearbeitet. Die meisten Handlungen und Reaktionen sind für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar, man sollte aber nicht anfangen diese zu analysieren. Emotionale Momente oder Szene mit hohem Gewaltanteil werden durch Humor deutlich entschärft. Die Reaktionen der Personen sind daher nicht wirklich glaubwürdig.

Umschreibungen 5/5 – Die Umschreibungen sind nicht sehr detailreich, aber trotzdem schafft es der Autor dem Leser ein konkretes Bild zu vermitteln. Es werden wenige markante Merkmale genannt und der Rest wird der Fantasy überlassen, was sehr gut funktioniert. Für ein Jugendbuch genau richtig.

Schreibstil 4,5/5 – Auch hier, wie so häufig in diesem Genre, wird wieder aus der Ich-Perspektive geschrieben. Gott sei Dank aber in der Vergangenheit. Ich persönlich finde die Gegenwartserzählungen, die neuerdings so IN sind einfach schrecklich. Die Sätze sind angenehm lang und nicht abgehakt und kurz. Es liest sich flüssig.

Spannung 4/5 – Als Erwachsener steigt man schnell durch und ist auch am Ende nicht sehr überrascht. Trotzdem ist es sehr unterhaltsam für Zwischendurch. Für ein Kinder- und Jugendbuch, dass auch für 12 Jährige geeignet ist fand ich es überraschend spannend, recht komplex durchdacht und nicht durchsichtig. (das bilde ich mir zumindest ein) Es ist ein Abenteuerroman, der an keiner Stelle an Fahrt verliert und immer wieder überraschende Wendungen aufweist.

Humor 3/5 – Das ist meiner ganz persönliche Wertung und die werde ich nicht in die Gesamtwertung einfließen lassen. Für mich ist der Humor zu kindlich, aber für die Altersgruppe ist er sicher genau richtig. Vor allem Jungs werden dieses Buch sehr mögen. An manchen Stellen konnte selbst ich schmunzeln, aber an anderen konnte ich mir nur sagen, dass ich es wohl im Alter von 12 Jahren lustig gefunden hätte. Und für diese Altersgruppe ist das Buch meiner Meinung nach gedacht.

Emotionen 3,5/5 – Es ist und bleibt ein Kinderbuch. An einigen Stellen wird versucht tiefere Emotionen mit einzubauen allerdings sind sie trotz allem zu oberflächlich. Allerdings gibt es bereits eine deutliche Steigerung zu den Vorgängerbänden. Gerade das Ende war überraschend emotional.

Charaktere 3,5/5 – Eine Entwicklung machen die Charaktere kaum durch, sie bleiben relativ starr in ihrem Verhaltensmustern und Handlungen. Das finde ich schade. Lediglich Percy reflektiert einige Dinge und macht dadurch eine geringe soziale Entwicklung durch. Aber auch hier muss man wieder bedenken, dass es ein Kinderbuch ist. Die Nebencharaktere bleiben leider extrem flach und manchmal durch den gewöhnungsbedürftigen Humor sogar sehr unrealistisch. In diesem Band kommt Thalia mit ins Spiel und peppt das ganze etwas auf. Außerdem überraschen manche Charaktere zu denen man sich bereits in den Vorgängerbänden eine Meinung gebildet hat.

*Lesergruppe:*
Dieses Buch wird Jungen begeistern. Mädchen, die gern Abenteuerromane lesen natürlich ebenso. Ich denke das Buch kann man trotz der vielen Action getrost ab 12 Jahren lesen. Es bleibt trotz der vielen gefährlichen Szenen mit Hilfe des dominanten Humors und der unblutigen Beschreibung sehr harmlos.
Der angehende Leser sollte wissen, dass die Götterwelt hier auf eine sehr humorvolle Art und Weise dargestellt wird. Das mag man oder man mag es nicht.

*Fazit:*
Das Buch besticht durch seine spannende Handlung und den lockeren Schreibstil, allerdings sollte man keine emotionale Tiefe erwarten. Der Humor ist kindlich und an manchen Stellen werden Götter und Fabelwesen schon grenzwertig ins Lächerliche gezogen. Das sollte man bedenken bevor man das Buch beginnt.

4 von 5 Sternen


 Reihe:
Der Fluch des Titanen
Die Schlacht um das Labyrinth
Die letzte Göttin

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